Justizverwaltung F nfk pfige Gastst tten Einbrecherbande aufgeflogen hoch spezialisierte Manipulation von Geldspielautomaten aufgedeckt Staatsanwaltschaft erwirkt Haftbefehle gegen drei Verd chtige

Fünfköpfige Gaststätten-Einbrecherbande aufgeflogen - hoch spezialisierte Manipulation von Geldspielautomaten aufgedeckt - Staatsanwaltschaft erwirkt Haftbefehle gegen drei Verdächtige Datum: 12.09.2005Kurzbeschreibung: Recherchen einer aus fünf Beamten der Kriminal- und Schutzpolizei bestehenden „Ermittlungsgruppe Lokal“ stehen fünf Männer aus Viernheim (2), Ludwighafen, Sinsheim und Plankstadt im dringenden Verdacht, in den zurückliegenden Monaten in eine Vielzahl von Gaststätten eingebrochen zu sein, dort Geldspielautomaten aufgebrochenen und das Münzgeld gestohlen zu haben. Darüber hinaus steht die Bande im dringenden Verdacht, während der Öffnungszeiten in einer Vielzahl von Gaststätten Geldspielautomaten so manipuliert zu haben, dass sich die Speicher ( wie bei einem Gewinn ) selbst geleert haben.Bei den Beschuldigten handelt es sich um arbeitslose türkische Staatsangehörige im Alter von 29 bis 36 Jahren.Gegen die drei Hauptverdächtigen hat die Staatsanwaltschaft Heidelberg Haftbefehle erwirkt, Sie sitzen seit Mitte August in verschiedenen Justizvollzugsanstalten in Untersuchungshaft.Im Frühjahr 2005 hatten Auswerter der PD Heidelberg eine auffällige Häufung von Einbruchdiebstählen in Gaststätten mit gleicher Begehensweise festgestellt, bei denen die Tatorte über den Bereich der PD Heidelberg hinaus in Hessen und Südbaden lagen. Zwischen August 2004 und April2005 wurden mehr als 150 Gaststätteneinbrüche dieser Serie zugerechnet. Nahezu alle Fälle wiesen deutliche Parallelen in der Begehensweisen aus. Die Täter drangen nachts über die Eingangstüre in die Bistro-Lokale ein, brachen dort blitzschnell die Spielautomaten auf und stahlen das Münzgeld. Verwertbare Spuren und Hinweise auf die Täter waren trotz intensivierter Spurensuche an den Tatorten nicht zu erlangen, die Täter gingen nach vorherigem Ausbaldowern ihrer Tatorte sehr sorgfältig, gezielt und schnell vor.Im Mai 2005 setzte die Polizeidirektion Heidelberg eine fünfköpfige Ermittlungsgruppe ein, da sich bereits zuvor ein Tatverdacht gegen eine Tätergruppe aus dem Raum Viernheim ergeben hatte, ohne dass dieser jedochkonkretisiert werden konnte.Dies gelang der EG erst bei den umfangreichen, verdeckt geführten Ermittlungen, wobei sich herausstellte, dass zwei 36 und 29 Jahre alte Männer als Hauptverdächtige anzusehen sind.Bereits in dieser Phase des Verfahrens wurden die Ermittler „gewarnt“. Den nach und nach zu erlangenden Erkenntnissen zur Folge handelt es bei den Hauptverdächtigen um äußerst professionell vorgehende Männer, die sich – wie sich später herausstellte – nicht nur auf Gaststätteneinbrüche spezialisiert hatten.Zwar, so die ersten Erkenntnisse, kam diese Bande nicht für alle der in Rede stehenden Einbrüche als Täter in Frage, dürfte aber einen nicht unerheblichen Teil begangen haben.Es konnte in dieser Phase auch ermittelt werden, dass diebeiden Viernheimer die Taten nicht alleine begingen, sondern zusammen mit drei weiteren, ebenfalls arbeitslosen Landsmännern in stets wechselnden Besetzungen unterwegs waren.Umfangreiche Observationen und Ermittlungen im Umfeld der Betroffenen schlossen sich an. Dabei kam die „EG Lokal“ dann einer Besonderheit der Bande auf die Schliche, die es in dieser Form im Bereich der Polizeidirektion Heidelberg bislang noch nicht gegeben hatte: Das Quintett beging - ebenfalls in stets wechselnder Besetzung - eine große Anzahl raffinierter Spielgeräte-Manipulationen in Bistro-Lokalen und Gaststätten.Während die Mittäter den Geldautomaten vor Zeugenblicken „abschirmten“ und die Bedienungen der Lokaleablenkten, schob der 36-Jährige ein eigens zu diesem Zweck hergestelltes lanzette-artiges Werkzeug ( ähnlich einem chirurgischen OP-Instrument) so geschickt in den Geldausgabeschacht, dass er die elektronische Steuerung der Gewinnausgabe manipulieren und so die Automaten leeren konnte. Für ahnungslose Zeugen entstand dabei der Eindruck einer Glückssträhne beim Automatenspiel.Für die Manipulationen hatten sich die Verdächtigen auf ein ganz bestimmtes Fabrikat ( Bally Wulff) spezialisiert und zu Übungszwecken eigens zwei der Automaten für Trainingszwecke hergerichtet. An diesen in seinem Keller deponierten Apparaten übte der 36-jährige Haupttäter seine Fingerfertigkeit, er war als einziger aus dem Quintett in der Lage, die sehr komplizierte Manipulation vorzunehmen.Der Gesamtschaden, den die Bande durch die Einbrüche und die Manipulationen in der Zeit ab Oktober 2004 bis Sommer 2005 verursachte, beläuft sich auf ca. 100.000 Euro.Als der 36-jährige Haupttäter und sein 29-jähriger Komplize am 20.Juli gegen 05.00 Uhr in ein Lokal in Fürth/Odenwald einbrachen, wurden sie von einem Zeugen beobachtet, der anonym die Polizei informierte. Kurz darauf wurde das Duo im Rahmen der Fahndung auf der B 38 bei Weinheim festgenommen, das zuvor gestohlene Münzgeld in dem Auto sichergestellt. Nach Beendigung der Formalitäten waren die Verdächtigen von den hessischen Behörden auf freien Fuß gesetzt worden.Die Staatsanwaltschaft Heidelberg erwirkte dann Anfang August Haftbefehle gegen die drei Hauptakteure der Bande, die sofort anschließend vollzogen wurden. Zwei der Männer wurden in ihren Wohnungen festgenommen, der dritte war bei Landleuten in Mannheim untergetaucht, wurde aber dort ermittelt und ebenfalls verhaftet.Alle drei Festgenommenen wurden dem Haftrichter vorgeführt, welcher die Einlieferung in verschiedeneJustizvollzugsanstalten verfügte. Am gleichen Tag wurden auch die beiden anderen Mitglieder der Gruppierung festgenommen und vernommen, verblieben entsprechend ihrer geringeren Tatbeiträge jedoch auf freiem Fuß.Die drei in Untersuchungshaftsitzenden Verdächtigen sind seit Langem ohne feste Arbeit. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizeihaben den Verdacht, dass sie ihren Lebensunterhalt ausschließlich durch Begehung dieser Straftaten bestritten. Alle fünf Verdächtigensind bereits kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten.Zurück zur ÜbersichtSucheFundstellen für den Juristen- Juristische Links -Nachstehende Links führen Sie zu Sammlungen von Gesetzestexten, Rechtsprechungsübersichten und sonstigen juristisch interessanten Seiten im Internet. 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Gegen die drei Hauptverdächtigen hat die Staatsanwaltschaft Heidelberg Haftbefehle erwirkt, Sie sitzen seit Mitte August in verschiedenen Justizvollzugsanstalten in Untersuchungshaft. Im Frühjahr 2005 hatten Auswerter der PD Heidelberg eine auffällige Häufung von Einbruchdiebstählen in Gaststätten mit gleicher Begehensweise festgestellt, bei denen die Tatorte über den Bereich der PD Heidelberg hinaus in Hessen und Südbaden lagen. Zwischen August 2004 und April2005 wurden mehr als 150 Gaststätteneinbrüche dieser Serie zugerechnet. Nahezu alle Fälle wiesen deutliche Parallelen in der Begehensweisen aus. Die Täter drangen nachts über die Eingangstüre in die Bistro-Lokale ein, brachen dort blitzschnell die Spielautomaten auf und stahlen das Münzgeld. Verwertbare Spuren und Hinweise auf die Täter waren trotz intensivierter Spurensuche an den Tatorten nicht zu erlangen, die Täter gingen nach vorherigem Ausbaldowern ihrer Tatorte sehr sorgfältig, gezielt und schnell vor. Im Mai 2005 setzte die Polizeidirektion Heidelberg eine fünfköpfige Ermittlungsgruppe ein, da sich bereits zuvor ein Tatverdacht gegen eine Tätergruppe aus dem Raum Viernheim ergeben hatte, ohne dass dieser jedochkonkretisiert werden konnte. Dies gelang der EG erst bei den umfangreichen, verdeckt geführten Ermittlungen, wobei sich herausstellte, dass zwei 36 und 29 Jahre alte Männer als Hauptverdächtige anzusehen sind. Bereits in dieser Phase des Verfahrens wurden die Ermittler „gewarnt“. Den nach und nach zu erlangenden Erkenntnissen zur Folge handelt es bei den Hauptverdächtigen um äußerst professionell vorgehende Männer, die sich – wie sich später herausstellte – nicht nur auf Gaststätteneinbrüche spezialisiert hatten. Zwar, so die ersten Erkenntnisse, kam diese Bande nicht für alle der in Rede stehenden Einbrüche als Täter in Frage, dürfte aber einen nicht unerheblichen Teil begangen haben. Es konnte in dieser Phase auch ermittelt werden, dass diebeiden Viernheimer die Taten nicht alleine begingen, sondern zusammen mit drei weiteren, ebenfalls arbeitslosen Landsmännern in stets wechselnden Besetzungen unterwegs waren. Umfangreiche Observationen und Ermittlungen im Umfeld der Betroffenen schlossen sich an. Dabei kam die „EG Lokal“ dann einer Besonderheit der Bande auf die Schliche, die es in dieser Form im Bereich der Polizeidirektion Heidelberg bislang noch nicht gegeben hatte: Das Quintett beging - ebenfalls in stets wechselnder Besetzung - eine große Anzahl raffinierter Spielgeräte-Manipulationen in Bistro-Lokalen und Gaststätten. Während die Mittäter den Geldautomaten vor Zeugenblicken „abschirmten“ und die Bedienungen der Lokaleablenkten, schob der 36-Jährige ein eigens zu diesem Zweck hergestelltes lanzette-artiges Werkzeug ( ähnlich einem chirurgischen OP-Instrument) so geschickt in den Geldausgabeschacht, dass er die elektronische Steuerung der Gewinnausgabe manipulieren und so die Automaten leeren konnte. Für ahnungslose Zeugen entstand dabei der Eindruck einer Glückssträhne beim Automatenspiel. Für die Manipulationen hatten sich die Verdächtigen auf ein ganz bestimmtes Fabrikat ( Bally Wulff) spezialisiert und zu Übungszwecken eigens zwei der Automaten für Trainingszwecke hergerichtet. An diesen in seinem Keller deponierten Apparaten übte der 36-jährige Haupttäter seine Fingerfertigkeit, er war als einziger aus dem Quintett in der Lage, die sehr komplizierte Manipulation vorzunehmen. Der Gesamtschaden, den die Bande durch die Einbrüche und die Manipulationen in der Zeit ab Oktober 2004 bis Sommer 2005 verursachte, beläuft sich auf ca. 100. 000 Euro. Als der 36-jährige Haupttäter und sein 29-jähriger Komplize am 20. Juli gegen 05. 00 Uhr in ein Lokal in Fürth/Odenwald einbrachen, wurden sie von einem Zeugen beobachtet, der anonym die Polizei informierte. Kurz darauf wurde das Duo im Rahmen der Fahndung auf der B 38 bei Weinheim festgenommen, das zuvor gestohlene Münzgeld in dem Auto sichergestellt. Nach Beendigung der Formalitäten waren die Verdächtigen von den hessischen Behörden auf freien Fuß gesetzt worden. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg erwirkte dann Anfang August Haftbefehle gegen die drei Hauptakteure der Bande, die sofort anschließend vollzogen wurden. Zwei der Männer wurden in ihren Wohnungen festgenommen, der dritte war bei Landleuten in Mannheim untergetaucht, wurde aber dort ermittelt und ebenfalls verhaftet. 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